Moin.

Ein Gedankenspiel von The Department-Inhaberin Bettina Eichhammer. Mit Einladung zum Mitspielen.

In der Kürze liegt die Würze – dieser Satz begleitet mich wie ein roter Faden durch mein Leben. Im Deutschunterricht in der Schule, als Volontärin im Kampf mit einer 20-Sekunden-NIF, heute beim Formulieren von suchmaschinenoptimierten Texten. Vielleicht ist das mit ein Grund, warum mir bei einer Reise auf die wunderschöne Insel Sylt der Gruß „Moin“ so gefallen, ja sogar imponiert hat.

Warum?
Weil er immer anwendbar ist? Morgens, mittags, abends, nachts. Weil niemand damit etwas falsch machen kann? Weil nur durch die Stimme die Stimmung verraten wird? Oder vielleicht weil alles mit einem einzigen Wort gesagt ist… die Schlichtheit während eines reizüberfluteten Jahreswechsels.

Denn schon vor Wochen brachen alle Dämme der Wünscheflut.
Anfang Dezember war es die „schöne Vorweihnachtszeit“, die allseits gewünscht, dann aber schnell von einem „Frohe Weihnachten“ abgelöst wurde. War für viele Berufstätige Weihnachten noch weit weg, ging es für die Frühurlauber schon an die Disziplin „Schöne Weihnachtszeit in Kombination mit einem guten Rutsch“. Nach der Fokussierung auf die Heiligen Tage kam die wildeste Nacht des Jahres, in der sich – wie üblich – Wildfremde in den Armen liegen und nur das Beste wünschen. Und wer gedacht hätte, das war es mit dem allgemeinen Schulterklopfen dann, der war noch nicht am Arbeitsplatz angekommen, wo das Wünschemeer sich noch einmal aufbäumte, bevor es dann dem neuen Jahr Platz machte.

Endlich… Moin.
So ruhig, so einfach, so still.
Heute starten vermutlich die letzten Urlauber in das berufliche Jahr 2015. Na, schon alle E-Mails mit einem „erst einmal ein gutes Neues Jahr“ beantwortet? Zählen Sie doch mal, wie vielen Adressaten Sie vor dem Jahreswechsel schon denselben Wunsch gemailt hatten? Zugegeben, auch ich gehöre zu den Verwendern dieser inflationären Grüße, es ist einfach ein zu schöner Start für eine Kommunikation. Denn …it´s all about communications!

Moin.

Ihre
Bettina Eichhammer

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